Aktuelle Herausforderungen:
Digitalisierung als größte Herausforderung und Chance zugleich

Globalisierung & Internationalisierung

Die Globalisierung ist eine Entwicklung, die nicht nur das wirtschaftliche Leben, sondern auch unsere Gesellschaft seit Jahren nachhaltig verändert; mit einer besonderen Dynamik in den letzten Jahre.

Allgemein betrachtet kann von einer steigenden, weltweiten Integration und Verflechtung der verschiedensten Bereiche in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gesprochen werden. Damit steigt nicht nur der wechselseitige Nutzen durch Warenvielfalt, günstige Preise und wirtschaftliche Stärke durch Handel, sondern auch die internationale Abhängigkeit von anderen Nationen. Dies bezieht sich auf deren Unternehmen, Finanzmärkte, politische Entscheidungen und konjunkturelle Entwicklungen. Durch diese Vernetzung kommt es zweifellos im Laufe der Zeit bei allen Unternehmen zu Umstrukturierungen hinsichtlich ihrer Wertschöpfung und der Wahl ihres Standorts, da sich Wertschöpfungsketten z.T. über die ganze Welt verteilen und von den verschiedensten Unternehmen bedient werden. Das komplette wirtschaftliche Gefüge, wie wir es heute kennen fußt auf internationalen Verflechtungen und Handelsbeziehungen und ermöglicht uns tagtäglich in jedem Supermarkt Waren aus aller Welt zur Auswahl zu haben. Durch globale Abkommen und Verträge ist diese internationale Arbeitsteilung möglich, denn auch Transportkosten spielen durch die Globalisierung einer immer geringere Rolle. So ist jedes Unternehmen, egal ob Konzern oder kleines mittelständisches Unternehmen, wenn auch in unterschiedlicher Intensität von der Globalisierung betroffen.

Die deutsche Wirtschaft zeichnet sich im internationalen Vergleich vor allem durch ihre Exportstärke aus, wodurch aber auch die Abhängigkeiten von Handelsbeschränkungen anderer Länder sehr entscheidend für den Erfolg der deutschen Unternehmen sind.

Betrachtet man den Mittelstand und seine internationalen Tätigkeiten etwas genauer, fällt schnell auf, dass es noch viele offene und ungenutzte Potenziale gibt. Diese Chancen müssen in Zukunft durch internationale Tätigkeiten noch mehr genutzt werden.

Vor allem die Märkte in Brasilien, Russland, Indien, China werden in Zukunft durch die gesättigten Märkte in Europa noch mehr in den Fokus geraten. Neue Absatzmöglichkeiten sowie die Erschließung von Fachkräften und Ressourcen durch internationale Beziehungen eröffnen viele neue Chancen.

Fachkräfteverfügbarkeit

Demografischer Wandel

Vom „demografischen Wandel“ spricht man nicht seit gestern, sondern konkret seit den 1990er Jahren. Die Demografie bezeichnet die Zusammensetzung der Gesellschaft in Bezug auf Alter, Geschlecht und Ethnien. Zusätzlich kann die Migration als weitere Einflussgröße gesehen werden. Der demografische Wandel beschreibt die Überalterung der Gesellschaft, das heißt immer weniger junge Menschen im Vergleich zu mehr älteren Menschen. Durch diese Entwicklung fehlen in vielen Berufen Fachkräfte, wenn ältere Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben ausscheiden und weniger junge Menschen nachkommen. Zusätzlich ist der sogenannte Generationenvertrag, auf dem unser Rentensystem beruht, gefährdet. In den kommenden Jahren und den zukünftigen Generationen wird es vermehrt zu dem Problem kommen, dass immer weniger Arbeitnehmer einen Rentner und dessen Bezüge finanzieren müssen. Es kommt zu Finanzierungsproblemen.

Fachkräftebedarf

Der Fachkräftemangel wird zum einen durch den demografischen Wandel beschleunigt, zum anderen fehlt es besonders im produzierenden Gewerbe, im Handwerk und in Pflegeberufen an Fachkräften. Ferner ist die Situation bezüglich der Verfügbarkeit von Auszubildenen kritisch. Auch wenn der Fachkräftemangel in aller Munde ist, muss dieser je nach Branche, Berufsbild und regionalen Gegebenheiten differenziert werden. So kann man nicht von „dem einen Fachkräftemangel“ sprechen, da sich das Phänomen überall anders auswirkt.

Besonders kleine mittelständische Unternehmen haben mit diesen Engpässen zu kämpfen, da sie keine vergleichbaren Personalbeschaffungsmaßnahmen oder attraktive Lohnangebote wie Großunternehmen haben.

Durch die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt gibt es zudem immer mehr neue berufliche Anforderungen und Qualifikationen, die vom vorhandenen Personal nur eingeschränkt erfüllt werden können.

Gerade deshalb bilden Weiterbildungsmaßnahmen und andere Qualifizierungsangebote entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Zeiten der digitalen Transformation. Diese entscheiden, ob die Unternehmen sich auch in Zukunft an veränderte Rahmenbedingungen und neue Anforderungen anpassen können.

Digitalisierung

Allgemeine Definition

Die Digitalisierung ist ein komplexes Thema, welches seit Jahren nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist und nachhaltig alle Bereiche unserer Gesellschaft verändert. Grundsätzlich werden bisher analoge Prozesse digital gestaltet und somit durch eine elektronische und automatische Abbildung von Daten standardisiert. Die dabei gesammelte Vielzahl an Daten dient als Basis für alle gesellschaftlichen und unternehmerischen Tätigkeiten und erlaubt es, so gut wie alles zu dokumentieren und zu analysieren. Damit einher geht die Wissensökonomie, denn Wissen wird unter anderem durch die Möglichkeit der digitalen Speicherung zu einem Produktionsfaktor, welcher innovations- und wissensbasierte Geschäftsmodelle ermöglicht. Durch die digitale Gestaltung von Geschäftsprozessen können Unternehmen so ihre Effektivität, Effizienz und Kundennähe steigern. Fehler und Störungen in Systemen können dokumentiert und schneller erkannt werden, detaillierte Kundendaten ermöglichen ein genaueres Abstimmen der Produkte auf deren Bedürfnisse. Durch intelligente Maschinen kann außerdem Material eingespart und Durchlaufzeiten verkürzt werden. Diese neuen Möglichkeiten verändern ganze Geschäftsmodelle, revolutionieren Wertschöpfungsketten auf der ganzen Welt und ermöglichen viele Chancen, aber auch Risiken.

Grundsätzlich werden folgende Vorteile/Chancen und Nachteile/Risiken mit der Digitalisierung verbunden:

Aktuell begegnen viele Menschen der Digitalisierung noch mit Skepsis bis hin zu Abneigung. Viele Unternehmen verschließen sich vor den notwendigen Anpassungen und Investitionen, die es zu tätigen gilt, um auch in Zukunft im Wettbewerb bestehen zu können. Gründe dafür sind, dass Unternehmen die Digitalisierung vor allem mit Rationalisierungs- und Automatisierungsängsten assoziieren. Folglich gibt es einen enormen Investitionsstau und Nachholbedarf, der vor allem bei KMU im Bereich der Produkt- und Prozessinnovation festzustellen ist. Doch nicht nur auf der Nachfragerseite, auch bezüglich passender Qualifizierungsangebote gibt es aktuell fehlende oder unzureichende Möglichkeiten, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können.

Für die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besteht die Notwendigkeit, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten, damit in Zukunft alle Menschen von den neuen Chancen profitieren können und eine Steigerung des gesellschaftlichen Wohlstands erreicht werden kann.

Um die dafür notwendigen Maßnahmen besser definieren zu können, ist es entscheidend, die mit der Digitalisierung verbundenen Themen näher zu beleuchten. Alle diese Bereiche habe sich durch neue technische Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt herausgebildet:

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ • NEW WORK • INDUSTRIE 4.0

1. Künstliche Intelligenz

Die Künstliche Intelligenz basiert auf einer sehr großen Menge an Daten (=Big Data) und intelligenter Software. Diese Software ermöglicht eine Auswertung der Daten durch Algorithmen, um Muster und Merkmale zu erkennen und im besten Fall aus diesen zu lernen. Die Künstliche Intelligenz ist so als Teil der Informatik, welcher sich mit der Forschung und Entwicklung von intelligenten Maschinen befasst, einzuordnen. Das allgemeine Ziel ist, so nah wie möglich an die menschliche Intelligenz heranzukommen und diese zu imitieren. Aktuell wird die sogenannte „schwache Künstliche Intelligenz“ eingesetzt, welche sich dadurch auszeichnet, dass nur ein konkretes Anwendungsproblem in einem speziellen Gebiet gelöst werden kann. Gerade deshalb ist z.B. autonomes Fahren ein so komplexes Thema. Denn der Mensch kann komplex und in mehrere Richtungen denken, was aktuell durch eine Künstliche Intelligenz im Rahmen eines selbstfahrendes Autos noch nicht vollständig möglich ist.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz können viele Prozesse effizienter und besser gestaltet werden. Aktuell gibt es viele Forschungsprojekte und Vorhaben, um die Einsatzmöglichkeiten zu erhöhen und die Technik zu verbessern. Allerdings verhalten sich deutsche Unternehmen bezüglich neuer Technologien und hier vor allem bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz sehr zurückhaltend, wie folgende Grafik aus dem Jahr 2018 zeigt.

Einschätzung deutscher CEOs zur Position deutscher Unternehmen (Angaben in Prozent)

DER LERNPROZESS DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ

KI wird entwickelt

KI wird trainiert

KI lernt über Algorithmen

KI wird getestet

2. New Work

New Work bezeichnet ein Konzept, um den neuen Anforderungen und Ansprüchen an die Arbeit in Bezug auf eine digitalisierte Welt gerecht zu werden. Seinen Ursprung hat das Konzept im Jahr 2000, als der Sozialphilosoph Fritjof Bergmann das Modell „neue Arbeit“ als Alternative zum kapitalistischen Lohnsystem der Wirtschaft entworfen hat. Heute geht New Work über das damalige, eindimensionale Modell hinaus, da mit dem Begriff die weitreichenden und dauerhaften Veränderungen der Arbeitswelt beschrieben werden. New Work steht heute als Synonym für den Wandel der Arbeitswelt und kann im weiteren Sinne als strategischer Ansatz von Unternehmen, um sich an die neuen Entwicklungen und Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen, gesehen werden.

Die neuen Formen der Arbeit werden z.B. über Trends wie Industrie 4.0, Fachkräftemangel und Dezentralisierung von Prozessen und Arbeitsaufgaben ausgelöst. Aber auch auf gesellschaftlicher Ebene führen der demografische Wandel, die Digitalisierung und Globalisierung zu einem Wertewandel der Arbeit. So entstehen alternative Beschäftigungsformen und eine räumliche Entgrenzung von Arbeit. Digitale Kompetenzen und qualifizierte Mitarbeiter sind ein unerlässlicher Bestandteil, um die Zukunft der Arbeit umzusetzen und als Unternehmen langfristig erfolgreich zu sein. Alle diese neuen Ansätze sollen die Problematik der Work-Life- Balance behandeln und deutlich machen, dass sich nicht nur im Unternehmensumfeld, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene einiges ändert.

Das Konzept der New Work kann folglich in verschiedene Konzeptbestandteile zerlegt werden, um die neuen Funktionen, die die Arbeit erfüllen muss, darzustellen:

Selbstverwirklichung

Sinn: Work-Life-Balance

Sozialleben: eigenen Platz in der Gesellschaft finden

Sicherheit: geregelter Alltag durch geregeltes Einkommen

Praxisbeispiel: Coworking Spaces

Coworking Spaces gelten als beliebte Praxisbeispiele zur Umsetzung des Konzepts der New Work und sind in den letzten Jahren exponentiell gewachsen. Als Coworking Spaces bezeichnet man neuartige Arbeits- und Geschäftsmodelle, die sich im Rahmen von New Work entwickelt haben. Dabei gibt es kreative und innovative Räume, in denen eine Community an mobilen Arbeitsplätzen arbeitet. Diese Community nutzt gemeinsam vorhandene Ressourcen wie Technik, digitale Infrastruktur und Räumlichkeiten gegen eine monatliche Gebühr. So bieten Coworking Spaces neben Homeoffice und dem Arbeitsplatz beim Arbeitgeber eine dritte Möglichkeit und werden aufgrund dieser Eigenschaft vor allem von Freelancern und Programmierern genutzt. Dadurch, dass die Coworking Spaces den Fokus auf soziale Aspekte und das Netzwerken mit anderen Coworkern legen, bilden diese Räume Arbeits-, Sozial, Ideen- und Kontaktraum zugleich. Um diese Funktionen zu vereinen und die gewünschten positive Effekte zu erzielen, funktioniert ein Coworking Space nach bestimmten Regeln, die fünf Grundwerte, an die sich jeder Coworker halten muss. Diese Werte bilden die Seele eines jeden Coworking Spaces und obwohl es viele verschiedene Formen von Spaces gibt, sind diese Werte überall vertreten:

12 Thesen "New Work"

  • Neue Arbeitsplätze werden durch die Digitalisierung geschaffen

    neue Berufsfelder durch neue Technologien und daraus entstehenden Produkte/Dienstleistungen

  • Sicherung von Arbeitsplätzen durch Automatisierung

    • höhere Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz
    • Produkte werden im Preis günstiger: Nachfrage steigt
  • Gefährdung von Arbeitsplätzen

    • Steigerung der Arbeitsproduktivität Einzelner bedroht Arbeitsplätze anderer
    • Deutschland: immer langsamer steigende Produktivität durch fehlende technologische Investitionen
  • Überschätzung der Geschwindigkeit des technologischen Wandels

    • Innovation als langfristiger Prozess
    • Grundlage für Innovation: ausreichende technologische Investitionen und Erfahrungen
  • Digitalisierung führt zu wirtschaftlichem Strukturwandel

    • Nicht Nettozahl der zukünftige Arbeitsplätze, sondern neue Art der Tätigkeit entscheidend
    • Bedrohung von Berufen mit viel Routine und geringer Komplexität
  • Spezifische und individuelle Beschäftigungseffekte der Digitalisierung

    • Je Branche und bestehendem Automatisierungsgrad anders: individuelle Lösungen sind gefordert
    • Aber auch bereits digitalisierte Tätigkeiten können komplett durch Roboter ersetzt werden
  • Wechselwirkung zwischen Demographie und Digitalisierung

    • Demographischer Wandel: weniger und ältere Arbeitskräfte können durch neue Technologien unterstützt werden
    • Aber auch Gefahr der Überforderung
  • Bildung als entscheidender Faktor

    • Investitions- und Reformbedarf aller Bildungsformen und -stufen
    • Digitalisierung fordert neue/andere Kompetenzen
  • Wertewandel in Bezug auf die Arbeit muss gestaltet werden

    • Trends: abnehmende Loyalität zum Unternehmen, Sinnfrage im Fokus
    • "War for talents“: Fachkräftemangel und damit verbundener Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte
  • Veränderte Unternehmenskultur

    • Veränderung der Arbeitsmethoden
    • Ergebnis- statt Präsenzkultur und damit verbundene flexible Arbeitszeitmodelle soll angestrebt werden
  • Veränderung des Managements durch Digitalisierung

    • Neuer Typ Führungskraft gefordert: neues und altes Geschäftsmodell verbinden
    • Innovation und Transformation zulassen und fördern
    • Wertbasierter und kooperierender Führungsstil
  • Neue Formen der Interessensvertretung durch neue Arbeitsmodelle

    • Vormalige Arbeitnehmer müssen sich neu organisieren
    • Verschiebung der Machtverhältnisse durch neue Veränderte Unternehmenskultur

3. Industrie 4.0

Der Begriff der Industrie 4.0 ist seit Jahren in aller Munde, nachdem das Konzept bereits im Jahr 2011 erstmalig der Öffentlichkeit auf der Hannover Messe präsentiert wurde. Das Konzept wurde außerdem in die „Hightech-Strategie 2020“ der Bundesregierung aufgenommen, um den Produktionsstandort Deutschland in seiner Position als weltweiter Industrieausrüster zu sichern und zu stärken. Dies gelingt nur, wenn die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen auch in Zukunft gesichert wird und der Anschluss an führende internationale Unternehmen und andere Nationen gelingt. Grundsätzlich bildet die Industrie 4.0 ein Konzept, um die Digitalisierung und damit verbundene Techniken in die Industrie umzusetzen. Dabei konzentriert es sich vor allem auf die Fertigung in den Unternehmen. Die Digitalisierung bildet folglich die ausgehende Entwicklung und Basis, aus der das Konzept der Industrie 4.0 entwickelt wurde.
Der Begriff leitet sich von den bisherigen industriellen Revolutionen ab, welche alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen zur Folge hatten und durch neue Megatrends ausgelöst wurden. Folgende industrielle Revolutionen haben unsere Gesellschaft in der Vergangenheit verändert:

Allgemein ist festzustellen, dass die Zeiträume zwischen den bisherigen industriellen Revolutionen immer kürzer werden und dadurch Veränderungen immer schnelllebiger und unberechenbarer sind.

In der Umsetzung äußert sich Industrie 4.0 dadurch, dass Maschinen und Anlagen über moderne Informations- und Kommunikationstechnologien miteinander vernetzt werden. Dies gelingt über sogenannte Cyber-Physische Systeme, welche selbstständig als miteinander vernetzte Systeme agieren. Grundsätzlich entstehen durch Industrie 4.0 viele Herausforderungen, aber auch Chancen für alle Unternehmen. Mit der zunehmenden Umsetzung und Implementierung digitaler Techniken weitet sich der Automatisierungsgrad der Unternehmen aus und die Produktion kann optimiert werden. Folgende Bestandteile werden die industrielle Produktion der Zukunft prägen:

  • Automatisierung
  • Flexibilisierung & Prozessoptimierung
  • Durchdringung durch IP-basierte Netzwerke
  • Intelligente Vernetzung

Die Digitalisierung und damit verbundene Themen bilden folglich die Grundlage und eine Art Werkzeugkasten, damit Unternehmen die Umbrüche erfolgreich schaffen und nachhaltig umsetzen können.

Um die Vielfalt der Themen, die sich in den Bereich der Industrie 4.0 einordnen lassen zu strukturieren, kann die Smart Gruppe verwendet werden:

Smart services

Smart products

Smart factory

VUCA-Ansatz: Fazit der Herausforderungen

Alle dargestellten Bereiche zeigen, dass die Unternehmen sich in einem komplexen Umfeld befinden und von vielen neuen Themen und Herausforderungen beeinflusst werden, sodass die bisherige Gewissheit verloren geht. Ein Ansatz, um diese komplexe Umwelt mit ihren erschwerten Rahmenbedingungen zu beschreiben, ist der sogenannte „VUCA-Ansatz. Der Begriff etablierte sich, als das amerikanische Militär immer unübersichtlicheren Konstellationen gegenüber stand. Mit VUCA konnte die veränderte und komplexe Situation von modernen Gefechtsfeldern erklärt werden. Heute ist der Ansatz in den Bereich der strategischen Führung übergegangen, um die erschwerten Rahmenbedingungen durch die Entwicklungen bei der Führung von Unternehmen zu beschreiben. Durch die neue und komplexe Unternehmensumwelt werden die bisherige Planungssicherheit und Kontrolle außer Kraft gesetzt. Der Ansatz beschreibt diese Unternehmensumwelt durch vier Faktoren:

Das dargestellte Modell lässt sich auf die Situation und die neuen komplexen Rahmenbedingungen der Unternehmen anwenden. Grundsätzlich problematisch ist weiterhin, dass bei Unsicherheit auf gewohnte Verhaltensmuster zurückgegriffen wird, welche vor allem bei den oben dargestellten Herausforderungen nicht mehr greifen.Ein Umdenken und die Anpassung bestehender,sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ist gefordert.

VOPA-Ansatz als Lösung

Es wurde dargestellt, dass es sich bei einer Transformation um ein komplexes und dynamisches Umfeld (VUCA-Ansatz) handelt. Doch wie kann man am besten mit diesen ungewohnten und neuen Bedingungen umgehen? Der von Willms Buhse entwickelte VOPA-Ansatz ist in den Bereich des digital Leadership einzuordnen und soll dabei helfen, mit den komplexen Rahmenbedingungen einer VUCA-Welt besser umgehen zu können. Folglich müssen vier Komponenten erfüllt sein, um jederzeit auf das dynamische Umfeld reagieren zu können. Dabei bildet Vertrauen die Basis aller vier Felder.

  • Vernetzung
  • Offenheit
  • Partizipation
  • Agilität

Überträgt man diesen Ansatz auf die einzelnen Bereiche im Unternehmen, muss zusammenfassend eine erhöhte Offenheit und Vernetzung von Informationskanälen, Ressourcen und Verantwortlichkeiten erfolgen, um sich flexibel an Änderungen anpassen zu können. Nur durch neue Kollaborationsformen und einen konsequenten Wissensaustausch zwischen Unternehmen und innerhalb der eigenen Organisation, können Herausforderungen gemeinsam angegangen und effizienter gelöst werden. Durch agiles Arbeiten und die Offenheit für neue Arbeitsformen können die Ansätze der New Work in den Unternehmensalltag umgesetzt werden. Zudem sollten alle Mitglieder des Unternehmens von Anfang an am Transformationsprozess und damit verbundenen Umstrukturierungen beteiligt werden. Dies schafft Vertrauen und aktives Einbringen, sodass der Transformationsdynamik besser gegenüber getreten werden kann. Das VOPA-Modell bietet erste Anknüpfungspunkte, um erfolgreiche Strategien und Maßnahmen für den Umgang mit einer komplexen und dynamischen VUCA-Welt zu etablieren.